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Kolumne "Hinter der Fassade" - 6/2011

Was Zukunft bringt.

Einige von Ihnen werden Sie noch gut in Erinnerung haben, die aktuellen Werke der Filmindustrie zum Thema „Endzeit“. Das Ende der Welt, so wie wir sie kennen - Klimakatastrophen, Erdbeben und gigantische Überflutungen, Umweltverschmutzungen und Kriege um die immer knapper werdenden Schätze dieser Erde. Immer wieder das Thema „Mensch und Technologie“. Düstere Vorahnungen, Fiktionen, Übertreibung oder auch ein bisschen Wahrheit? Was machen wir mit Technologie? Vor allem aber: Was macht Technologie mit uns in der Zukunft?

Im Allgemeinen sind wir optimistisch denkende Menschen. Trotz der katastrophalen Ereignisse der letzten Monate und Jahre, glauben wir daran, dass alles irgendwie in den gewohnten Bahnen weiter geht. Es gibt sie ja -  die Entscheider, die Denker und Lenker in Politik und Wirtschaft. „Schließlich sitzen wir ja alle in einem Boot“, erklärt man uns immer wieder. Doch wer das glaubt, der irrt. Ja, es wurden und werden Entscheidungen getroffen für das Leben und die Zukunft der Menschen. Doch wer weiß, was richtig ist? Für mich steht fest, dass die Entscheidungen, die jetzt getroffen werden, morgen, spätestens jedoch übermorgen, bereits überholt sein werden. Das ist Entwicklung aus der Notwendigkeit heraus.
Energiesparen, regenerative Energie und Nachhaltigkeit sind für uns Bauunternehmer und Bauherren schon lange ein Thema. Das ist nicht neu, ob Geothermie, Solarthermie, Solarstrom, Windkraft oder Biomasse - sei es, um die vom Gesetzgeber geforderten Mindestanforderungen zu erfüllen bis hin zur Idee einer Energieautarkie im täglichen Leben.

Stellen Sie sich ein Einfamilienhaus, oder besser Ihr Haus vor, das energetisch autark funktioniert. Alles, was Sie benötigen - um Ihrem Zuhause die nötige Energie zu geben, warmes Wasser für das abendliche Schaumbad, die erfrischende Dusche nach dem Joggen oder das gekühlte Bier zum Fernsehabend – produziert Ihr Haus selbst!

Jetzt sagen sich jetzt die gut Informierten unter Ihnen: Was ist daran Vision?  Mit einem zusätzlichen Investment in die Haustechnik ist das doch kein Problem. Doch wir gehen noch weiter!
Stellen Sie sich nun vor, dass Ihr Haus die selbst erzeugte Energie in kleinen unscheinbaren Batterien speichern und bei Bedarf abrufen kann. Das ist derzeit ein Weg zu echter Autarkie. Und wenn man den Medienberichten glauben darf, werden in den nächsten Jahren Milliarden Euro in die Entwicklung der Batteriespeicherung investiert.

Da das Leben bekanntlich nicht an der Haustür oder der Gartenpforte halt macht, denken wir gleich weiter. Sagen wir, neben Ihrem Häuschen steht ein Carport, oder eigentlich ein „Solarport“, denn das Dach erzeugt Energie. In dem „Solarport“ steht ein Elektroauto und in diesem Elektroauto befinden sich die Batterien, die je nach Bedarf dem Auto und auch dem Haus ausreichend Energie liefern. Eine Kombination aus der flexiblen Eigennutzung selbst erzeugter, gespeicherter Energie für das tägliche Leben - das, liebe Leser, ist meine Vision, unsere Vorstellung von der Zukunft und unser Weg,  Dynamik in Fragen der Energie einzubringen. Wird es dabei bleiben? Mit Sicherheit nicht. Immerhin bleiben auch wir in Bewegung.


Ihr Hendrik Rößler