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Kolumne "Hinter der Fassade" - 2/2011

...ist das etwa Fortschritt?

„Der Fortschritt geschieht heute so schnell, dass, während jemand eine Sache für gänzlich undurchführbar erklärt, er von einem anderen unterbrochen wird, der sie schon realisiert hat“ Albert Einstein

Im Einfamilienhausbau dreht sich heutzutage alles um Optimierung der Arbeitsprozesse, den Einsatz neuer Baustoffe, intelligenterer Haustechniksysteme oder den Trend neuer architektonischer Stilrichtungen. Und natürlich Energiesparen! Oberstes Gebot unserer Zeit! In diesem Zusammenhang stellt sich für mich folgende Frage: Eine hoch wärmegedämmte Bauhülle, moderne energiesparende Haustechnik und Ausstattung, alles natürlich nach den persönlichen Wünschen unserer Bauherren und mit dem Siegel eines Energieeffizienzstatus versehen - Ist das Fortschritt?

Bei der Beantwortung dieser Frage versuchen Sie sich Folgendes vorzustellen: Die Baustoffindustrie forscht im täglichen Wettbewerb um immer neue wärmedämmendere Wandbaustoffe. In der Haustechnikbranche werden bestehende Systeme weiterentwickelt, um sie effizienter zu machen. Irgendwie forscht jeder für sich und ohne nennenswerte, echte, geniale Neuerungen. Der Gesetzgeber legt die Mindestanforderungen dafür fest und gewährt mit bestimmten Programmen finanzielle Anreize, diese Mindestanforderungen zu unterbieten. Das bedeutet: Unser Job als Haushersteller ist es heute, diese drei so wichtigen Säulen zusammen zu fügen, und unseren Bauherren individuelle, funktionierende Konzepte zu bieten. Das schaffen wir auch, aber mal ehrlich… Ist das wirklich schon Fortschritt, das zu können?

Vor Kurzem hatte ich ein sehr interessantes Gespräch mit einem Bauherren. Jemand, der bei der Planung seines Hauses sehr bedacht und zukunftsorientiert vorgeht.  Er hat sich für ein modernes Haus im Kubus-Stil mit allen erdenklichen Annehmlichkeiten entschieden. Auf die Frage, warum er im Bereich Wärmeerzeuger auf die Brennwerttherme setzt (zugegebener Maßen hoch entwickelt und effizient), antwortete er sinngemäß Folgendes: „Warum soll ich heute in Dinge investieren, die übermorgen nicht mehr zeitgemäß sind? Nachrüsten kann ich dann, wenn es so weit ist.“ Hat er damit nicht irgendwie recht?

Ich denke bei der Beantwortung auf die Frage nach dem Fortschritt sollte man weiter in die Zukunft schauen. Wir Europäer haben ja so unsere Visionen. So sollen ab Ende 2018 nur noch Häuser gebaut werden, die „die Energie, die sie verbrauchen auch selber produzieren“. So genannte Null-Energiehäuser. Zwar bestimmt auch hier wieder der Gesetzgeber die Rahmenbedingungen, aber die Aufgabe ist doch die: Heute schon funktionierende Konzepte zu entwickeln, die diese neuen Anforderungen erfüllen und bezahlbar sind – DAS halte ich für echten Fortschritt. Bis 2018 wird noch viel Wasser die Elbe entlang fließen. Wollen wir denn so lange darauf warten? 

Wir haben uns in den letzten 12 Monaten sehr intensiv mit dieser Aufgabenstellung auseinandergesetzt und im Rahmen gemeinsamer Forschung mit unseren Partnern Xella  und Viessmann genau diese Fragen gestellt, und Antworten gefunden. Denn es gibt sie heute schon! Wir haben ein schlüssiges Konzept, nämlich ein echtes „Nullenergie-Massivhaus“ entwickelt, das den Anforderungen entspricht, die nicht nur heute, sondern auch im Jahr 2018 gelten werden.  In diesem Konzept haben wir meiner Meinung nach echten Fortschritt mit technisch Machbarem und erprobten Lösungen kombiniert. Darüber werden wir Ihnen an dieser Stelle auch bald mehr erzählen können.

Was ich damit sagen will: Wir sollten auch uns selbst als Unternehmen gegenüber ehrlich sein. Das ist der Anspruch, den ich als Unternehmer und den wir als Team an unsere Arbeit stellen. Wir wollen Ihnen nicht in die Tasche lügen und sie mit halbfertigen Lösungen abspeisen. Wir wollen Ihnen etwas bieten können, das für wirklichen Fortschritt steht. Ein Produkt und Konzepte,  die für Sie nicht irgendeine Lösung sind, sondern mit denen Sie langfristig zufrieden sind. Wir wollen die Wahrheit sagen können über unsere Produkte. Dabei sind wir manchmal nicht perfekt, aber daran arbeiten wir jeden Tag.

Das Schöne ist - wir werden immer besser. Denn...wie sagt man:
„Entweder man geht mit der Zeit, oder man geht mit der Zeit“

Immer wieder

Ihr Hendrik Rößler